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Ein Spielmannszug bezeichnet im engeren Sinn eine Musikgruppe, bestehend aus Marschtrommeln, klappenlosen Querflöten, Lyren, Großer Trommel und Becken. Er wurde vorwiegend in der Marschmusik und für Signale eingesetzt.  Sie spielen Arrangements moderner Unterhaltungsmusik und teils auch Originalkompositionen. Traditionell leitet ein Tambourmajor den Spielmannszug, dazu gibt er während des Marsches mit dem sog. Küs (Stab mit einer Spitze an einem und einer Kugel am anderen Ende) Kommandozeichen. (Quelle: Wikipedia)


Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Dettum geben. Angefangen hat alles im Jahre 1848, als die ersten Instrumente zwecks Alarmierung der Feuerwehr angeschafft wurden. Nach dem ersten Weltkrieg gründete am 01. August 1932 der damalige Feuerwehrhauptmann Erich Curland einen Spielmannszug. Der Spielmannszug hatte damals neun Mitglieder unter der Leitung von Johann Rißmann als Tambourmajor.
Als Übungsraum stand ein leerstehendes Haus am Buchenberg 6 zur Verfügung. Aufgrund der fehlenden Heizmöglichkeiten zog man im Winter in das Böttchersche Haus um. Nach etlichen Übungsstunden spielte man den Torgauer, Lieben, Preußens Gloria und Weidmannsheil.
Am 30. Januar 1932 trat der Spielmannzug zum ersten mal in der Öffentlichkeit auf. Die Nachfrage nach Ständchen, Umzügen und Veranstaltungen wuchs schnell. Nach Beginn des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 kam der Betrieb des Spielmannszuges zum Erliegen, da alle Mitglieder für den Kriegsdienst verpflichtet wurden. Die Alarmierung der Feuerwehr wurde aber auch weiterhin durch Horn und Trommel durchgeführt.
Am 25. September 1951 wurde auf Anraten von Ortsbrandmeister Willi Zilling der Übungsbetrieb wieder aufgenommen. Anfang 1952 übten wieder neun Mann wöchentlich in der Prägschen Gaststätte, und mit dem Sommerfest 1952 hatte das Leben des Spielmannszuges wieder richtig begonnen.
Im Jahre 1953 zählte der Spielmannszug 12 Mitglieder, jetzt mit Alfred Weste als Tambourmajor. Seit dieser Zeit spielt der Spielmannszug den „Großen Zapfenstreich“.
1959 wurde ein Jugendspielmannszug mit fünf Pfeifern und vier Trommlern gegründet. Diese nahmen von 1959-1961 unter der Leitung von Bernd Weste an Landestreffen teil, da der Spielmannszug 1959 in die Landesspielmannszugvereinigung eintrat.
In den folgenden Jahren errang  der Dettumer Spielmannszug im Landkreis Wolfenbüttel, Salzgitter und Braunschweig große Bekanntheit. In dieser Zeit absolvierte der Spielmannszug etwa 90 bis 100 Einsätze im Jahr und die Bakalitflöten wurden durch Metallflöten ersetzt.
Um Nachwuchsproblemen entgegenzuwirken beschloss man 1979 auch junge Frauen in den Zug aufzunehmen, so das im Frühjahr 1980 bereits 36 Spielleute, jetzt unter Leitung von Peter Haggenmüller musizierten.
In den folgenden Jahren waren etliche Führungswechsel im Spielmannszug zu verzeichnen. So übernahmen Uwe Brentrop, Rolf-Peter Ehlers, Helmut Müsker, Andre Vernickel, Thomas Schmiedel, Karl-Heinz Steffen, Ulf Harrendorf, Stefan Hoffmeyer, Franco Hellendrung und Susanne Köhler das Zepter des Spielmannszuges.
Zur Zeit ist Thomas Schmiedel beständig um den Spielmannszugerhalt mit seinen 23 aktiven Mitgliedern und ca. 20 bis 30 Einsätze im Jahr bemüht.

Gut Spiel

Ihr Spielmannszug Dettum