Freiwillige Feuerwehr Dettum Feuerwehr Dettum

Notfall-Informationen und Verhaltenstipps

Im Notfall zählt jede Minute. Hier finden Sie wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten bei Gefahren. Dazu Links zu offiziellen Informationsquellen.

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Akute Notfälle – Sofort handeln

Notruf

112 – Feuerwehr & Rettungsdienst
110 – Polizei

Medizinische Hilfe

116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
(bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden)

0551 19240 – Giftnotruf (GIZ-Nord, rund um die Uhr)

Störungsdienste

Avacon (Strom):
0800 0282266

Avacon (Erdgas):
0800 4282266

Trinkwasser – Wasserverband Weddel-Lehre:
05306 9139-0
Zuständig für Dettum. Außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende erreichen Sie hier die Bereitschaft.

Telekom-Störung:
0800 330 1000

Polizei Wolfenbüttel (kein Notruf):
05331 9330

Was fragt die Leitstelle?

Bereiten Sie sich auf diese Fragen vor. So geht es schneller:

  • Wo ist es passiert? (Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk)
  • Was ist passiert? (Brand, Unfall, medizinischer Notfall ...)
  • Wie viele Verletzte oder Betroffene gibt es?
  • Welche Verletzungen oder Gefahren liegen vor?
  • Warten Sie auf Rückfragen – nicht einfach auflegen!
Europaweiter Notruf 112
Die Nummer 112 funktioniert in allen EU-Ländern kostenlos. Sie erreichen damit auch vom Handy Hilfe – ohne Guthaben oder PIN.

Bei einem Brand zählt schnelles und ruhiges Handeln. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Alarmieren: Notruf 112 wählen.
  2. Retten: Menschen aus dem Gefahrenbereich bringen.
  3. Löschen: Nur wenn es ohne eigene Gefahr möglich ist.

Wichtige Verhaltensregeln:

  • Türen zu brennenden Räumen schließen, aber nicht abschließen.
  • Bei Rauch: Gehen Sie in Bodennähe. Dort ist die Luft am besten.
  • Aufzüge niemals benutzen!
  • Warten Sie draußen auf die Feuerwehr und weisen Sie ihr den Weg.

Erste Hilfe kann Leben retten. Die wichtigsten Schritte:

  1. Eigenschutz beachten: Unfallstelle sichern.
  2. Notruf 112 wählen und die Lage schildern.
  3. Erste Hilfe leisten nach Ihren Möglichkeiten.
  4. Betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Wiederbelebung (Herzdruckmassage):

  • Prüfen: Ist die Person ansprechbar? Atmet sie normal?
  • Rufen: Notruf 112 wählen und um Hilfe bitten.
  • Drücken: 30-mal fest und schnell auf die Brustmitte, dann 2-mal beatmen.
Wichtig: Drücken ist besser als nichts tun. Auch wenn Sie unsicher sind: Eine Herzdruckmassage kann nicht schaden. Nichtstun kann tödlich sein. Die Leitstelle (112) führt Sie am Telefon durch die Wiederbelebung.

Bewusstlos, aber normale Atmung? Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage: zur Seite drehen, den Kopf vorsichtig nach hinten neigen und den Mund leicht zum Boden öffnen, damit die Atemwege frei bleiben. Prüfen Sie die Atmung weiter, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Defibrillator (AED): Öffentlich zugängliche Defibrillatoren sind meist mit einem grünen Herz-Blitz-Symbol gekennzeichnet. Das Gerät erklärt jeden Schritt per Sprachansage – auch ohne Vorkenntnisse sicher anwendbar. Lassen Sie das Gerät von einer weiteren Person holen und machen Sie mit der Herzdruckmassage weiter.

Tipp: Frischen Sie Ihr Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig auf.


Gefahrenlagen – Aktuelle Ereignisse

Jeden ersten Samstag im Monat um 12:00 Uhr testen wir die Sirenen in Dettum und Umgebung. Das ist kein Grund zur Sorge. Es ist nur die regelmäßige Funktionsprüfung.

Bei einem echten Alarm hören Sie diese Signale:

  • Feueralarm: 1 Minute gleichmäßiger Dauerton → die Feuerwehr wird alarmiert.
  • Warnung der Bevölkerung: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton → Radio oder TV einschalten und Anweisungen befolgen.
  • Entwarnung: 1 Minute gleichmäßiger Dauerton → die Gefahr ist vorüber.

Bei einer Bevölkerungswarnung gilt: Fenster und Türen schließen, Radio oder Fernsehen einschalten und auf amtliche Durchsagen warten.

Amtliche Durchsagen für unsere Region laufen über NDR 1 Niedersachsen auf UKW 98,0 MHz. Alle Frequenzen finden Sie im Abschnitt Radio im Notfall.

Zusätzliche Warnkanäle: Warnungen erhalten Sie auch über Cell Broadcast (automatisch auf alle Handys in der Region) und über Warn-Apps wie NINA. Mehr dazu unter „Hilfreiche Links und Apps“.

Sturm, Hagel, Starkregen, Gewitter oder starker Schneefall können schnell gefährlich werden. So schützen Sie sich:

  • Sichern Sie lose Gegenstände im Garten oder auf dem Balkon.
  • Bleiben Sie möglichst in Gebäuden oder suchen Sie Schutz.
  • Meiden Sie bei Unwetter Wälder, Parks und freie Flächen.
  • Betreten Sie keine überfluteten Keller oder Straßen.
  • Beachten Sie im Freien die Blitzschutzregeln.
  • Bei starkem Schneefall: Räumen Sie den Eingang und den Weg zum Haus frei. Halten Sie die Hausnummer sichtbar. So finden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei im Notfall schneller zu Ihnen.
Tipp: Sind Unwetter angekündigt, ziehen Sie nötige Einkäufe und Erledigungen vor. So vermeiden Sie unnötige Risiken während der Wetterlage.

Aktuelle Unwetterwarnungen für Norddeutschland
Aktuelle Unwetterwarnungen des DWD für Norddeutschland

Quelle: © Deutscher Wetterdienst (DWD). Die Karte wird serverseitig geladen und ca. alle 30 Minuten aktualisiert – ohne Verbindung Ihres Geräts zum DWD.

Alle DWD-Warnungen im Detail ansehen

Anhaltende Hitze belastet den Kreislauf. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und chronisch Kranke. Mit ein paar Regeln halten Sie Ihre Wohnung kühler und kommen besser durch heiße Tage.

Wohnung und Haus kühl halten
  • Tagsüber Fenster geschlossen halten, damit die warme Außenluft draußen bleibt.
  • Nachts und am frühen Morgen quer lüften, sobald es draußen kühler ist als drinnen. So kühlen die Räume am besten ab. Schließen Sie die Fenster wieder, wenn die Außentemperatur steigt.
  • Sonne aussperren: Rollläden, Jalousien oder Markisen außen halten mehr Hitze ab als Vorhänge innen. Schließen Sie den Sonnenschutz, sobald die Sonne auf das Fenster trifft – vor allem an der Ost- und Westseite.
  • Wärmequellen drinnen reduzieren: Backofen, Herd, Licht und Geräte im Standby erwärmen den Raum. Tagsüber meiden und Stecker ziehen statt Standby.
  • Gut dämmen: Eine gute Wärmedämmung von Wänden und Fenstern hält Sommerhitze draußen und Winterkälte drinnen.
Gesund durch heiße Tage
  • Viel trinken: mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag, auch ohne Durst. Gut geeignet sind Wasser, Schorlen und Kräuter- oder Früchtetees. Meiden Sie Alkohol sowie koffeinhaltige und eiskalte Getränke.
  • Mittagshitze und Anstrengung meiden: Verlegen Sie körperliche Tätigkeiten in die Morgen- oder Abendstunden. Suchen Sie tagsüber kühle, schattige Orte auf.
  • Auf andere achten: Schauen Sie nach älteren oder kranken Nachbarn und Angehörigen. Bei Anzeichen eines Hitzenotfalls (Verwirrtheit, Kreislaufschwäche) wählen Sie sofort den Notruf 112.
Tipp: Wer aus gesundheitlichen Gründen nur wenig trinken darf (z. B. bei Herz- oder Nierenerkrankungen), klärt die passende Trinkmenge vorher mit der ärztlichen Praxis ab.

Starker Regen oder Schneeschmelze kann Hochwasser auslösen. Darauf sollten Sie achten:

  • Schützen Sie frühzeitig Keller und tief liegende Räume.
  • Bringen Sie Wertgegenstände und wichtige Dokumente in Sicherheit.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen – Lebensgefahr!
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.
Die Altenau vor unserer Haustür

Die Altenau, ein Nebenfluss der Oker, verläuft durch unseren Ortsteil Mönchevahlberg. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat die Altenau – zusammen mit der Wabe – als Risikogewässer eingestuft. Sie wird damit im Hochwasserrisikomanagement des Landes geführt.

Entlang der Altenau gibt es Überschwemmungsgebiete. Dettum liegt genau an der Nahtstelle zweier davon: „ÜSG Altenau 4“ (Wendessen bis Dettum) und „ÜSG Altenau 5“ (Dettum bis zum Naturschutzgebiet Bansleben). Der NLWKN hat diese Gebiete neu berechnet; sie sind seit dem 22.01.2020 vorläufig gesichert und fallen in wesentlichen Teilen größer aus als das zuvor festgesetzte Gebiet. Die förmliche Neufestsetzung durch den Landkreis läuft noch.

Was das für uns konkret heißt
Nach unserer Einsatzerfahrung ist der Hauptort Dettum vom Hochwasser der Altenau nicht wesentlich betroffen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig im Ortsteil Mönchevahlberg, dort vor allem im Bereich der Zuckerfabrik.

Das heißt aber ausdrücklich nicht, dass der Rest von Dettum sicher ist. Die Gefahr sieht dort nur anders aus: nicht der Fluss, sondern Starkregen und Rückstau – siehe den nächsten Abschnitt.

Das ist Erfahrungswissen unserer Wehr, keine amtliche Auskunft. Ob Ihr Grundstück in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet liegt, sagt Ihnen verbindlich nur die amtliche Karte.
Ist meine Adresse betroffen?
Das können Sie selbst nachsehen. Im Kartendienst Umweltkarten Niedersachsen wählen Sie das Thema Hochwasserschutz, geben Ihre Adresse in die Suche ein und schalten die Ebene Überschwemmungsgebiete ein.

Die amtlichen Karten der einzelnen Überschwemmungsgebiete veröffentlicht der Landkreis Wolfenbüttel.

Starkregen ist nicht dasselbe wie Flusshochwasser

Für Dettum ist Starkregen der wahrscheinlichere Fall: Wasser, das nicht schnell genug abfließt, läuft über Straßen, sammelt sich in Senken und drückt über die Kanalisation in Keller zurück. Das kann auch Grundstücke treffen, die weit vom Flussufer entfernt liegen. Der beste Frühindikator dafür ist die DWD-Warnung oben auf dieser Seite.

Was Sie im Vorfeld tun können:

  • Rückstauklappe im Abwasseranschluss prüfen und warten lassen. Sie ist der wirksamste Schutz gegen Wasser, das aus dem Kanal in den Keller drückt.
  • Lichtschächte und Kellerabläufe frei halten, Aufkantungen oder Abdeckungen prüfen.
  • Wertsachen und Technik nicht direkt auf den Kellerboden stellen. Heizung, Stromverteilung und Gefriertruhe möglichst erhöht anordnen.
  • Abflüsse und Sinkkästen vor dem Grundstück von Laub freihalten.

Heizöltank in einem Überschwemmungsgebiet? Dann muss er gegen Aufschwimmen und Auslaufen gesichert sein – ein aufgeschwommener Tank macht schnell das ganze Gebäude unbewohnbar. Zuständig ist die Untere Wasserbehörde des Landkreises Wolfenbüttel, 05331 84-0.

Pegelstände: Für die Altenau bei Dettum gibt es keinen öffentlichen Pegel – einen Zahlenwert für die Lage direkt vor Ort also nicht. Als grobe Orientierung dient der Okerpegel Ohrum. Nicht verwechseln mit dem Pegel „Altenau I“: der liegt im Oberharz und hat mit unserer Altenau nichts zu tun.

Stand der Angaben zu Risikogewässer und Überschwemmungsgebieten: August 2026. Rechtsverbindlich sind allein die Veröffentlichungen von Landkreis und NLWKN.


Vorsorge & Information

Ein Stromausfall kann jederzeit auftreten. So bereiten Sie sich vor:

  • Taschenlampen und ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio bereithalten – das ist im Ernstfall Ihre wichtigste Informationsquelle. Welche Frequenzen Sie brauchen, steht im Abschnitt Radio im Notfall.
  • Genug Batterien und Powerbanks vorrätig haben. Batterien getrennt vom Gerät lagern, damit sie nicht auslaufen.
  • Getränke- und Lebensmittelvorrat für 10 Tage. Das empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK), und der Landkreis Wolfenbüttel schließt sich dem an. Rechnen Sie mit 2 Liter pro Person und Tag zum Trinken und noch einmal etwa der gleichen Menge zum Kochen und für die Körperpflege.
  • Haltbare Lebensmittel und einen Campingkocher bereithalten.
  • Kerzen, Streichhölzer, eine kleine Hausapotheke sowie Abfall- und Hygienebeutel.
  • Etwas Bargeld zu Hause aufbewahren – Kartenzahlung und Geldautomaten funktionieren ohne Strom nicht.

Zehn Tage klingen nach viel – Sie müssen aber nichts auf einmal kaufen. Legen Sie bei jedem Einkauf ein, zwei haltbare Dinge mehr in den Wagen und verbrauchen Sie den Vorrat normal weiter. Auch ein kleiner Vorrat ist besser als gar keiner. Mehr dazu bei den Eigenvorsorge-Tipps des Landkreises.

Vorsicht mit Campingkochern: Betreiben Sie Campingkocher und Gasgrills niemals in geschlossenen Räumen. Es besteht Erstickungsgefahr durch Kohlenmonoxid (CO). Nutzen Sie diese Geräte nur im Freien oder bei sehr guter Belüftung.

Bei längerem Stromausfall: Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten, warme Kleidung anziehen und sich bei Nachbarn informieren.

Auch das Wasser fällt aus

Das wird oft übersehen: Trinkwasser kommt nicht von allein aus der Leitung. Pumpen und Druckerhöhungsanlagen brauchen Strom. Fällt der länger aus, wird der Wasserdruck schwach oder das Wasser bleibt ganz weg – und mit ihm die Toilettenspülung.

  • Solange noch Wasser kommt: Badewanne, Eimer und Kanister füllen. Wasser aus der Wanne ist kein Trinkwasser, reicht aber fürs Spülen der Toilette.
  • Trinkwasser gehört in verschließbare, saubere Behälter – abgefüllte Getränke aus dem Vorrat sind die einfachste Lösung.
  • Hygiene mitdenken: Feuchttücher, Desinfektionsmittel und stabile Müllbeutel ersparen viel Unannehmlichkeit.
  • Bei längerem Ausfall richten Versorger und Kommune Notwasser-Abgabestellen ein. Wo diese stehen, wird erst im Ereignisfall bekannt gegeben – über Warn-Apps wie NINA, Radiodurchsagen und Lautsprecherdurchsagen vor Ort.

Störung in der Trinkwasserversorgung? Für Dettum ist der Wasserverband Weddel-Lehre zuständig: 05306 9139-0, außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende über die Bereitschaft. Für das Abwasser in der Samtgemeinde Sickte ist nicht der Wasserverband zuständig, sondern die Gemeinde.

Bei einem längeren Stromausfall fällt etwas weg, mit dem kaum jemand rechnet: der Notruf. Mobilfunkmasten haben nur eine kurze Notstromreserve und fallen nach und nach aus. Festnetz über Internet (VoIP) funktioniert ohne Strom ohnehin nicht. Wer dann Hilfe braucht, kann sie nicht mehr rufen.

Bürger-Leuchttürme des Landkreises

Genau dafür baut der Landkreis Wolfenbüttel sogenannte Bürger-Leuchttürme auf – feste Anlaufstellen im Krisenfall. Sie sind:

  • notstromversorgt und damit unabhängig vom öffentlichen Netz,
  • ehrenamtlich besetzt,
  • mit Funktechnik ausgestattet, die ohne Stromnetz funktioniert – von dort lässt sich ein Notruf absetzen,
  • fußläufig erreichbar.
Wichtig: noch nicht in Betrieb
Der Landkreis plant insgesamt 106 Anlaufstellen. Die bauliche Notstrom-Einspeisung der größeren Gebäude ist abgeschlossen, im August 2025 gab es eine erste Übung gemeinsam mit der Samtgemeinde Sickte. Die volle Betriebsbereitschaft ist für Ende 2026 vorgesehen.

Eine Standortliste ist bislang nicht veröffentlicht. Der Landkreis will eine Übersichtskarte bereitstellen, sobald der Betrieb gesichert ist. Verlassen Sie sich also heute noch nicht darauf, im Ernstfall eine besetzte Anlaufstelle vorzufinden.

Stand dieser Angaben: August 2026. Aktuelles beim Landkreis Wolfenbüttel oder telefonisch bei der Abteilung Bevölkerungsschutz, 05331 84-0.
Was heute schon hilft: die Nachbarschaft

Solange es keine besetzte Anlaufstelle gibt, ist das Wirksamste ganz altmodisch – die Leute nebenan. Ein paar Dinge, die im Ernstfall den Unterschied machen:

  • Vorher reden, nicht erst im Notfall. Wer im Haus ist auf Hilfe angewiesen? Wer hat ein Sauerstoffgerät, ein Beatmungsgerät oder einen Treppenlift, der ohne Strom nicht läuft? Das sollte die Nachbarschaft wissen, bevor etwas passiert.
  • Erst nebenan klingeln, dann losgehen. Oft ist gemeinsam mehr möglich – und niemand sitzt unbemerkt allein in der dunklen Wohnung.
  • Zettel an die Haustür, wenn Sie Hilfe brauchen und nicht selbst hinauskommen. Gut sichtbar, mit Name und Anliegen.
  • Nachricht hinterlassen, wenn Sie aufbrechen. Wohin Sie gehen und wann Sie los sind – damit niemand vergeblich nach Ihnen sucht.
  • Bei Gefahr für Leib und Leben: Wenn kein Telefon mehr geht, hilft nur der Weg zu einer besetzten Stelle. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst besetzen bei längeren Lagen ihre Standorte.

Die Informationen kommen in so einer Lage über das Radio – dort werden auch Anlaufstellen und Notwasser-Abgabestellen bekannt gegeben.

Wenn Strom, Internet und Mobilfunk ausfallen, bleibt das Radio der letzte zuverlässige Draht zu amtlichen Informationen. Sendemasten sind notstromversorgt und ein Batterieradio läuft tagelang. Nur nützt das wenig, wenn man im Dunkeln nach der richtigen Frequenz sucht – deshalb hier die Zahlen für unsere Region.

Die wichtigste Frequenz:
NDR 1 Niedersachsen – UKW 98,0 MHz
Das ist der Landessender, über den amtliche Durchsagen für Niedersachsen verbreitet werden.
Radiofrequenzen für die Region Dettum, Wolfenbüttel und Braunschweig
Sender UKW Senderstandort Wofür
NDR 1 Niedersachsen 98,0 MHz Torfhaus (Harz) amtliche Durchsagen
NDR Info 99,5 MHz Torfhaus (Harz) Rückfallebene
Radio 38 100,3 MHz Braunschweig (Drachenberg) regional
Antenne Niedersachsen 106,9 MHz Braunschweig (Broitzem) landesweit
Radio Okerwelle 104,6 MHz Braunschweig (Broitzem) lokal Braunschweig

Über DAB+ finden Sie die NDR-Programme in unserer Region auf Kanal 6C. Digitalradios suchen die Sender selbst – im Zweifel einen Sendersuchlauf starten.

Das richtige Gerät
  • Kurbel- oder Batterieradio: die beste Wahl. Ein Kurbelradio funktioniert auch dann noch, wenn die letzte Batterie leer ist.
  • Batterien getrennt lagern und regelmäßig auf das Haltbarkeitsdatum schauen.
  • Autoradio als Rückfallebene: funktioniert, solange der Tank reicht.
Lebensgefahr im Auto: Lassen Sie den Motor niemals in der Garage oder in geschlossenen Räumen laufen, um Radio zu hören oder das Handy zu laden. Abgase enthalten Kohlenmonoxid (CO) – ein Gas, das man weder sieht noch riecht und das binnen Minuten tötet. Nur im Freien und bei geöffnetem Tor.

Ein letzter Tipp: Schreiben Sie sich 98,0 MHz auf einen Zettel und kleben Sie ihn ans Radio oder in den Sicherungskasten. Im Ernstfall ist es dunkel, und niemand erinnert sich an Zahlen.

Frequenzangaben nach der Senderliste der Stadt Braunschweig, gegengeprüft über bandscan.de. Stand: August 2026. Der Empfang kann je nach Lage und Gerät schwanken – probieren Sie die Frequenzen am besten einmal in Ruhe aus, bevor Sie sie brauchen.

Dran denken: Am Freitag, 13. November 2026 ist Rauchmeldertag!
Wo müssen Rauchmelder installiert sein?

In Niedersachsen gilt die Rauchmelderpflicht für alle Wohnungen. Rauchmelder müssen vorhanden sein in:

  • allen Schlafzimmern
  • allen Kinderzimmern
  • allen Fluren, die als Rettungsweg dienen

In mehrstöckigen Wohnungen sollten auch Treppenhäuser ausgestattet werden.

Jährliche Funktionsprüfung

Eine Dokumentationspflicht gibt es nicht. Im Schadensfall kann es aber sehr hilfreich sein, eine regelmäßige Prüfung nachweisen zu können.

So prüfen Sie Ihre Rauchmelder:

  • Testknopf drücken: Der Rauchmelder muss einen lauten Signalton abgeben.
  • Batterie prüfen: Bei nachlassendem Ton oder regelmäßigem Piepsen die Batterie wechseln. Geräte mit fest verbauter Batterie nach 10 Jahren komplett austauschen.
  • Sauberkeit prüfen: Staub und Spinnweben von den Lüftungsöffnungen entfernen.
  • Datum notieren: Eine einfache Checkliste (z. B. innen am Sicherungskasten) hilft beim Nachweis.
Alle kennen den Alarm – und wissen, was zu tun ist

Lösen Sie den Testalarm bewusst aus, wenn alle Familienmitglieder da sind – besonders Kinder. So lernen alle, wie der Alarm klingt. Besprechen Sie dabei:

  • Fluchtwege: Welche Wege führen nach draußen? Gibt es Alternativen?
  • Treffpunkt: Wo treffen wir uns, wenn wir uns verlieren? (z. B. am Briefkasten oder bei den Nachbarn)
  • Notruf: Auch Kinder sollten wissen, wie man die 112 anruft.
  • Fenster als Notausgang: Im Erdgeschoss kann ein Fenster als Fluchtweg dienen – vorher prüfen!
Tipp: Der bundesweite Rauchmeldertag ist immer an einem Freitag, dem 13. Nutzen Sie diesen Tag als Erinnerung für die jährliche Prüfung.

Diese Indizes zeigen, wie hoch die aktuelle Gefahr für Vegetationsbrände ist. Bei hohen Werten gilt besondere Vorsicht – etwa beim Grillen, bei Gartenarbeiten mit Funkenflug oder beim Rauchen im Freien.

Wo gelten diese Werte?
Der Deutsche Wetterdienst berechnet die Indizes für feste Bezugsstationen. Für unsere Region sind das die drei nächstgelegenen Stationen Braunschweig, Helmstedt-Emmerstedt und Bad Harzburg. Dettum liegt im Landkreis Wolfenbüttel mitten zwischen diesen Stationen. Die Werte sind daher eine regionale Einschätzung für das Umland, kein Messwert direkt vor Ort.
Was ist der Waldbrandgefahrenindex?

Der Waldbrandgefahrenindex (WBX) bewertet die Gefahr auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 5 (sehr hoch). Er zeigt, wie leicht sich Wald- und Bodenvegetation entzünden und ein Feuer ausbreiten kann. Grundlage sind Wetterdaten wie Temperatur, Luftfeuchte, Wind und Niederschlag. Er gilt vor allem für Waldgebiete. Der DWD stellt ihn von März bis Oktober bereit.

Häufig unterschätzte Zündquellen
Viele Vegetationsbrände entstehen nicht durch offenes Feuer, sondern durch Funken bei ganz alltäglichen Arbeiten. Bei erhöhter Gefahr sollten Sie diese besonders meiden:
  • Abflammgeräte zur Unkrautbekämpfung
  • Winkelschleifer, Trennschleifer und Schweißarbeiten im Freien – starker Funkenflug
  • Land- und Gartenmaschinen – heiße Abgasanlagen und Funkenflug, etwa bei Mäh- und Erntearbeiten auf trockenen Flächen
Waldbrandgefahrenindex (WBX) – ausgewählte Stationen
StationHeuteMorgenÜbermorgen
Braunschweig211
Helmstedt-Emmerstedt211
Bad Harzburg222
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Stand: 08.09.2026 08:52
Was ist der Graslandfeuerindex?

Der Graslandfeuerindex (GLFI) bewertet die Gefahr ebenfalls von 1 bis 5. Er gilt für Brände auf offenem, abgestorbenem Gras, etwa auf Wiesen, Böschungen und Brachflächen. Besonders wichtig ist er im zeitigen Frühjahr: Das trockene Gras des Vorjahres ist dann leicht entzündlich, bevor frisches Grün nachwächst. Solche Grasbrände breiten sich bei Wind sehr schnell aus.

Graslandfeuerindex (GLFI) – ausgewählte Stationen
StationHeuteMorgenÜbermorgen
Braunschweig322
Helmstedt-Emmerstedt322
Bad Harzburg322
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Stand: 08.09.2026 08:52

Dürremonitor – Pflanzenverfügbares Wasser

Daten vom UFZ-Dürremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Hilfreich, um die Vegetationsbrandgefahr einzuschätzen. Siehe Datenschutzerklärung.

Dürremonitor beim UFZ ansehen

Die Informationen auf dieser Seite wurden nach bestem Wissen recherchiert und zusammengestellt. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann keine Gewähr übernommen werden. Im Notfall wählen Sie immer den Notruf 112 und befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.