Freiwillige Feuerwehr Dettum Feuerwehr Dettum

Notfall-Informationen und Verhaltenstipps

Im Notfall zählt jede Minute. Hier finden Sie wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten bei Gefahren. Dazu Links zu offiziellen Informationsquellen.

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Akute Notfälle – Sofort handeln

Notruf

112 – Feuerwehr & Rettungsdienst
110 – Polizei

Medizinische Hilfe

116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
(bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden)

0551 19240 – Giftnotruf (GIZ-Nord, rund um die Uhr)

Störungsdienste

Avacon (Strom & Gas):
0800 0282266

Telekom-Störung:
0800 330 1000

Was fragt die Leitstelle?

Bereiten Sie sich auf diese Fragen vor. So geht es schneller:

  • Wo ist es passiert? (Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk)
  • Was ist passiert? (Brand, Unfall, medizinischer Notfall ...)
  • Wie viele Verletzte oder Betroffene gibt es?
  • Welche Verletzungen oder Gefahren liegen vor?
  • Warten Sie auf Rückfragen – nicht einfach auflegen!
Europaweiter Notruf 112
Die Nummer 112 funktioniert in allen EU-Ländern kostenlos. Sie erreichen damit auch vom Handy Hilfe – ohne Guthaben oder PIN.

Bei einem Brand zählt schnelles und ruhiges Handeln. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Alarmieren: Notruf 112 wählen.
  2. Retten: Menschen aus dem Gefahrenbereich bringen.
  3. Löschen: Nur wenn es ohne eigene Gefahr möglich ist.

Wichtige Verhaltensregeln:

  • Türen zu brennenden Räumen schließen, aber nicht abschließen.
  • Bei Rauch: Gehen Sie in Bodennähe. Dort ist die Luft am besten.
  • Aufzüge niemals benutzen!
  • Warten Sie draußen auf die Feuerwehr und weisen Sie ihr den Weg.

Erste Hilfe kann Leben retten. Die wichtigsten Schritte:

  1. Eigenschutz beachten: Unfallstelle sichern.
  2. Notruf 112 wählen und die Lage schildern.
  3. Erste Hilfe leisten nach Ihren Möglichkeiten.
  4. Betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Wiederbelebung (Herzdruckmassage):

  • Prüfen: Ist die Person ansprechbar? Atmet sie normal?
  • Rufen: Notruf 112 wählen und um Hilfe bitten.
  • Drücken: 30-mal fest und schnell auf die Brustmitte, dann 2-mal beatmen.
Wichtig: Drücken ist besser als nichts tun. Auch wenn Sie unsicher sind: Eine Herzdruckmassage kann nicht schaden. Nichtstun kann tödlich sein. Die Leitstelle (112) führt Sie am Telefon durch die Wiederbelebung.

Bewusstlos, aber normale Atmung? Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage: zur Seite drehen, den Kopf vorsichtig nach hinten neigen und den Mund leicht zum Boden öffnen, damit die Atemwege frei bleiben. Prüfen Sie die Atmung weiter, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Defibrillator (AED): Öffentlich zugängliche Defibrillatoren sind meist mit einem grünen Herz-Blitz-Symbol gekennzeichnet. Das Gerät erklärt jeden Schritt per Sprachansage – auch ohne Vorkenntnisse sicher anwendbar. Lassen Sie das Gerät von einer weiteren Person holen und machen Sie mit der Herzdruckmassage weiter.

Tipp: Frischen Sie Ihr Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig auf.


Gefahrenlagen – Aktuelle Ereignisse

Jeden ersten Samstag im Monat um 12:00 Uhr testen wir die Sirenen in Dettum und Umgebung. Das ist kein Grund zur Sorge. Es ist nur die regelmäßige Funktionsprüfung.

Bei einem echten Alarm hören Sie diese Signale:

  • Feueralarm: 1 Minute gleichmäßiger Dauerton → die Feuerwehr wird alarmiert.
  • Warnung der Bevölkerung: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton → Radio oder TV einschalten und Anweisungen befolgen.
  • Entwarnung: 1 Minute gleichmäßiger Dauerton → die Gefahr ist vorüber.

Bei einer Bevölkerungswarnung gilt: Fenster und Türen schließen, Radio oder Fernsehen einschalten und auf amtliche Durchsagen warten.

Zusätzliche Warnkanäle: Warnungen erhalten Sie auch über Cell Broadcast (automatisch auf alle Handys in der Region) und über Warn-Apps wie NINA. Mehr dazu unter „Hilfreiche Links und Apps“.

Sturm, Hagel, Starkregen, Gewitter oder starker Schneefall können schnell gefährlich werden. So schützen Sie sich:

  • Sichern Sie lose Gegenstände im Garten oder auf dem Balkon.
  • Bleiben Sie möglichst in Gebäuden oder suchen Sie Schutz.
  • Meiden Sie bei Unwetter Wälder, Parks und freie Flächen.
  • Betreten Sie keine überfluteten Keller oder Straßen.
  • Beachten Sie im Freien die Blitzschutzregeln.
  • Bei starkem Schneefall: Räumen Sie den Eingang und den Weg zum Haus frei. Halten Sie die Hausnummer sichtbar. So finden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei im Notfall schneller zu Ihnen.
Tipp: Sind Unwetter angekündigt, ziehen Sie nötige Einkäufe und Erledigungen vor. So vermeiden Sie unnötige Risiken während der Wetterlage.

Aktuelle Unwetterwarnungen für Norddeutschland
Aktuelle Unwetterwarnungen des DWD für Norddeutschland

Quelle: © Deutscher Wetterdienst (DWD). Die Karte wird serverseitig geladen und ca. alle 30 Minuten aktualisiert – ohne Verbindung Ihres Geräts zum DWD.

Alle DWD-Warnungen im Detail ansehen

Anhaltende Hitze belastet den Kreislauf. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und chronisch Kranke. Mit ein paar Regeln halten Sie Ihre Wohnung kühler und kommen besser durch heiße Tage.

Wohnung und Haus kühl halten
  • Tagsüber Fenster geschlossen halten, damit die warme Außenluft draußen bleibt.
  • Nachts und am frühen Morgen quer lüften, sobald es draußen kühler ist als drinnen. So kühlen die Räume am besten ab. Schließen Sie die Fenster wieder, wenn die Außentemperatur steigt.
  • Sonne aussperren: Rollläden, Jalousien oder Markisen außen halten mehr Hitze ab als Vorhänge innen. Schließen Sie den Sonnenschutz, sobald die Sonne auf das Fenster trifft – vor allem an der Ost- und Westseite.
  • Wärmequellen drinnen reduzieren: Backofen, Herd, Licht und Geräte im Standby erwärmen den Raum. Tagsüber meiden und Stecker ziehen statt Standby.
  • Gut dämmen: Eine gute Wärmedämmung von Wänden und Fenstern hält Sommerhitze draußen und Winterkälte drinnen.
Gesund durch heiße Tage
  • Viel trinken: mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag, auch ohne Durst. Gut geeignet sind Wasser, Schorlen und Kräuter- oder Früchtetees. Meiden Sie Alkohol sowie koffeinhaltige und eiskalte Getränke.
  • Mittagshitze und Anstrengung meiden: Verlegen Sie körperliche Tätigkeiten in die Morgen- oder Abendstunden. Suchen Sie tagsüber kühle, schattige Orte auf.
  • Auf andere achten: Schauen Sie nach älteren oder kranken Nachbarn und Angehörigen. Bei Anzeichen eines Hitzenotfalls (Verwirrtheit, Kreislaufschwäche) wählen Sie sofort den Notruf 112.
Tipp: Wer aus gesundheitlichen Gründen nur wenig trinken darf (z. B. bei Herz- oder Nierenerkrankungen), klärt die passende Trinkmenge vorher mit der ärztlichen Praxis ab.

Starker Regen oder Schneeschmelze kann Hochwasser auslösen. Darauf sollten Sie achten:

  • Schützen Sie frühzeitig Keller und tief liegende Räume.
  • Bringen Sie Wertgegenstände und wichtige Dokumente in Sicherheit.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen – Lebensgefahr!
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Vorsorge & Information

Ein Stromausfall kann jederzeit auftreten. So bereiten Sie sich vor:

  • Taschenlampen und ein batteriebetriebenes Radio bereithalten.
  • Genug Batterien und Powerbanks vorrätig haben.
  • Wasservorrat für mindestens 3 Tage (2 Liter pro Person und Tag).
  • Haltbare Lebensmittel und einen Campingkocher bereithalten.
  • Etwas Bargeld zu Hause aufbewahren.
Vorsicht mit Campingkochern: Betreiben Sie Campingkocher und Gasgrills niemals in geschlossenen Räumen. Es besteht Erstickungsgefahr durch Kohlenmonoxid (CO). Nutzen Sie diese Geräte nur im Freien oder bei sehr guter Belüftung.

Bei längerem Stromausfall: Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten, warme Kleidung anziehen und sich bei Nachbarn informieren.

Dran denken: Am Freitag, 13. November 2026 ist Rauchmeldertag!
Wo müssen Rauchmelder installiert sein?

In Niedersachsen gilt die Rauchmelderpflicht für alle Wohnungen. Rauchmelder müssen vorhanden sein in:

  • allen Schlafzimmern
  • allen Kinderzimmern
  • allen Fluren, die als Rettungsweg dienen

In mehrstöckigen Wohnungen sollten auch Treppenhäuser ausgestattet werden.

Jährliche Funktionsprüfung

Eine Dokumentationspflicht gibt es nicht. Im Schadensfall kann es aber sehr hilfreich sein, eine regelmäßige Prüfung nachweisen zu können.

So prüfen Sie Ihre Rauchmelder:

  • Testknopf drücken: Der Rauchmelder muss einen lauten Signalton abgeben.
  • Batterie prüfen: Bei nachlassendem Ton oder regelmäßigem Piepsen die Batterie wechseln. Geräte mit fest verbauter Batterie nach 10 Jahren komplett austauschen.
  • Sauberkeit prüfen: Staub und Spinnweben von den Lüftungsöffnungen entfernen.
  • Datum notieren: Eine einfache Checkliste (z. B. innen am Sicherungskasten) hilft beim Nachweis.
Alle kennen den Alarm – und wissen, was zu tun ist

Lösen Sie den Testalarm bewusst aus, wenn alle Familienmitglieder da sind – besonders Kinder. So lernen alle, wie der Alarm klingt. Besprechen Sie dabei:

  • Fluchtwege: Welche Wege führen nach draußen? Gibt es Alternativen?
  • Treffpunkt: Wo treffen wir uns, wenn wir uns verlieren? (z. B. am Briefkasten oder bei den Nachbarn)
  • Notruf: Auch Kinder sollten wissen, wie man die 112 anruft.
  • Fenster als Notausgang: Im Erdgeschoss kann ein Fenster als Fluchtweg dienen – vorher prüfen!
Tipp: Der bundesweite Rauchmeldertag ist immer an einem Freitag, dem 13. Nutzen Sie diesen Tag als Erinnerung für die jährliche Prüfung.

Diese Indizes zeigen, wie hoch die aktuelle Gefahr für Vegetationsbrände ist. Bei hohen Werten gilt besondere Vorsicht – etwa beim Grillen, bei Gartenarbeiten mit Funkenflug oder beim Rauchen im Freien.

Wo gelten diese Werte?
Der Deutsche Wetterdienst berechnet die Indizes für feste Bezugsstationen. Für unsere Region sind das die drei nächstgelegenen Stationen Braunschweig, Helmstedt-Emmerstedt und Bad Harzburg. Dettum liegt im Landkreis Wolfenbüttel mitten zwischen diesen Stationen. Die Werte sind daher eine regionale Einschätzung für das Umland, kein Messwert direkt vor Ort.
Was ist der Waldbrandgefahrenindex?

Der Waldbrandgefahrenindex (WBX) bewertet die Gefahr auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 5 (sehr hoch). Er zeigt, wie leicht sich Wald- und Bodenvegetation entzünden und ein Feuer ausbreiten kann. Grundlage sind Wetterdaten wie Temperatur, Luftfeuchte, Wind und Niederschlag. Er gilt vor allem für Waldgebiete. Der DWD stellt ihn von März bis Oktober bereit.

Häufig unterschätzte Zündquellen
Viele Vegetationsbrände entstehen nicht durch offenes Feuer, sondern durch Funken bei ganz alltäglichen Arbeiten. Bei erhöhter Gefahr sollten Sie diese besonders meiden:
  • Abflammgeräte zur Unkrautbekämpfung
  • Winkelschleifer, Trennschleifer und Schweißarbeiten im Freien – starker Funkenflug
  • Land- und Gartenmaschinen – heiße Abgasanlagen und Funkenflug, etwa bei Mäh- und Erntearbeiten auf trockenen Flächen
Waldbrandgefahrenindex (WBX) – ausgewählte Stationen
StationHeuteMorgenÜbermorgen
Braunschweig321
Helmstedt-Emmerstedt321
Bad Harzburg331
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Stand: 25.07.2026 11:45
Was ist der Graslandfeuerindex?

Der Graslandfeuerindex (GLFI) bewertet die Gefahr ebenfalls von 1 bis 5. Er gilt für Brände auf offenem, abgestorbenem Gras, etwa auf Wiesen, Böschungen und Brachflächen. Besonders wichtig ist er im zeitigen Frühjahr: Das trockene Gras des Vorjahres ist dann leicht entzündlich, bevor frisches Grün nachwächst. Solche Grasbrände breiten sich bei Wind sehr schnell aus.

Graslandfeuerindex (GLFI) – ausgewählte Stationen
StationHeuteMorgenÜbermorgen
Braunschweig322
Helmstedt-Emmerstedt422
Bad Harzburg332
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Stand: 25.07.2026 11:45

Dürremonitor – Pflanzenverfügbares Wasser

Daten vom UFZ-Dürremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Hilfreich, um die Vegetationsbrandgefahr einzuschätzen. Siehe Datenschutzerklärung.

Dürremonitor beim UFZ ansehen

Die Informationen auf dieser Seite wurden nach bestem Wissen recherchiert und zusammengestellt. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann keine Gewähr übernommen werden. Im Notfall wählen Sie immer den Notruf 112 und befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.